Kind mit Kopfhörern

Die Ohren hören, das Gehirn verarbeitet. Diese Verarbeitung ist die Grundlage vieler sprachlicher Prozesse. Als medizinischer Fachausdruck für Schwierigkeiten bei der Hörverarbeitung wird meist Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) verwendet. Dabei kann zum Beispiel die Unterscheidung von ähnlich klingenden Buchstaben und Sprachlauten erschwert sein. Ein anderes Beispiel für einen Bereich der Hörverarbeitung ist die Merkfähigkeit für längere Sätze oder kleine Aufträge. Schwierigkeiten im Bereich der Hörverarbeitung können zu Aussprache-Störungen, aber auch zu Problemen beim Satzbau oder beim Lesen und Schreiben führen.

Um die Hörverarbeitung zu verbessern, ist zunächst ein möglichst gutes Hörvermögen wichtig – die Ohren müssen »frei« sein. Dafür ist manchmal die Hilfe des Hals-Nasen-Ohren-Arztes erforderlich.

Danach beginnt erst die eigentliche Therapie der Hörverarbeitung. Dies kann durch gezielte Übungen erfolgen. Wenn damit allein noch kein ausreichender Erfolg erreicht werden kann, bietet die Praxis für Sprachtherapie ein spezielles Hörtraining an. Die Methode heißt Johansen Individualisierte Auditive Stimulation (JIAS) und wurde von Dr. Kjeld Johansen, einem dänischen Schulleiter, in Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten entwickelt.

Bei JIAS geht es im wesentlichen darum, eine genaue Horchüberprüfung durchzuführen und dann eine individuell angepasste Hörtrainings-CD zu erstellen. Diese wird dann zuhause regelmäßig gehört. Die individuelle Anpassung ist der Grund für die guten Erfolge des Hörtrainings. Oft lässt sich hiermit erst die Grundlage für Erfolge im Spracherwerb legen. Auch Erwachsene und insbesondere Legastheniker können von JIAS profitieren. Die Wirksamkeit erstreckt sich auch auf Bereiche wie beispielsweise Aufmerksamkeitsstörungen oder Geräuschempfindlichkeit.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hoertraining-ias.de.